Hier ein paar Gedanken zum Konzert-Besuch "Very British" im Braunschweiger Dom am So. 18.11.2018 um 17 Uhr.

Der Dom war gut gefüllt und das Programm war schon einen Tag vorher in Berlin "erprobt" worden.

Das 1. Stück war von Patrick Doyle (*1953- ), "Non nobis domine". Dies ist ein tolles Stück, dass mich überraschte und ich danach neufreudig mich mit Patrick Doyle befasste. Zunächst zum Text: "non nobis domine," ("Nicht uns, o Herr") "sed nomine tuo" ("sondern Deinem Namen") "da gloriam" ("gib Ehre").  "Nicht uns, o Herr" sagt aus, dass Menschen nicht für sich selbst etwas haben wollen, "sondern Deinem Namen", also dem Namen des menschengemachten "Herr" (männliche Idee, daher männlich und nicht "Dame") soll etwas gegeben werden "gib Ehre", also der männer-gemachte "Herr" gibt sich selbst "Ehre" (auch eine typische Männer-Kategorie). Der Satz sagt also aus, dass Menschen in Ruhe gelassen werden wollen vom "Herr", der sich selbst "Ehre gibt". Es ist also eine distanzierte Haltung zum Bibelwort bzw im Bibelwort (Psalm 115,1) ausgedrückt. Diese geradezu ironische Distanz wird durch die musikalische Komposition noch verstärkt, da ein Solo-Bariton beginnt und dann sich das Stück über einen erst einstimmigen, dann mehrstimmigen Männerchor, modulierende Rückungen und einem wagneresken Orchesterteil hin zu einem voll-stimmigen, alle gut 150 Musiker einsetzenden Abschlussteil steigert. Es ist einfach eine sehr sympathische, freundliche Harmonie-Sprache, die Patrick Doyle gut beherrscht. Das Thema ist schlicht und eingängig und aus pentatonischen Kerntönen aufgebaut. Das Stück ist einfach gut! Und lustig, wenn wir die thematische Distanz zur christlichen Religion in der Textwahl berücksichtigen. Es war richtig erfreulich. Danke!

Als 2. kamen fünf "Mystical Songs" von Ralph Vaughan Williams (1872 - 1958). Meine Mutter meinte auf der Heimfahrt, dass diese Songs sehr innig und passend gesetzt waren und auch einfühlsam musiziert wurden, im Gegensatz zum späteren "Belshazzar's Feast" (dazu später mehr). Mir war die Tonsprache zu unkonkret und breit. Und ich war noch mit dem Doyle beschäftigt.

Als 3. erklang die "Fantasia on a Theme by Thomas Tallis", erst ein Chor aus den Off mit dem Thema und dann die orchestrale Verarbeitung von Ralph Vaughan Williams. Auch hier war es für mih schwierig einen klaren musikalischen Gedanken zuerkennen. Es war mehr eine Bearbeiung oder Umarbeitung für Orchester, nicht so catchy wie das Purcel Thema vom "Young Guide to the Orchestra" von Benjamin Britten.

Das Hauptstück des Abends war "Belshazzar's Feast", groß besetzt mit 2 Blaskapellen und Orchester und gemischtem Chor plus Bariton-Solist.

Hier war die Meinung bei uns im Auto auf der Heimfahrt dann, dass dieses Stück zu laut musiziert worden war, Abstufungen fehlten und die Interpretation, die jeden Abend neu im Moment entsteht, stärker hätte vorbereitet werden können. Ich wies auf den großen Apparat hin (über 150 Menschen), aber es hieß: dafür sind Proben da.

Sir William Turner Walton war damals Ende 20 und bekam die Chance für großes Orchester zu schreiben.Diese Herausforderung nahm er dankend an und die Ur-Aufführung war vom BBC Orchestra 1931 in Leeds bei den dortigen Festspielen.

Die Ko-operation zwischen der Berliner Domkantorei (Tobias Brommann) und dem Braunschweiger Domchor (Gerd-Peter Münden) fand in diesem Konzert eine Fortsetzung, da z. B. schon das Projekt "The armed man" von Jenkins vor einigen Jahren gemeinsam realisiert worden war. Danke für die verklungene Zeit.


"Simon Boccanegra" (1857/1881) von Guiseppe Verdi (Grün) (V iva E manuel R ex D i I talia):

die Opern-Handlung ist seltsam, denn die Menschenr echte fehlen. Menschen sind frei und selbstbestimmt, nicht aber bei "Simon MundSchwarz". Nach dem Lesen der Handlung kann ich nur sagen: "power to the human beings for less problems". Die virtuelle, von Menschen gemachte, gedankliche, verbale und inhaltlich verbale GEWALT stört die Handlung und löst die Handlung der Oper erst aus. Das Werk wirkt auf mich unhandlich und wie ein großer Brocken, der schwer verdaulich ist. Es gibt 6 männliche Rollen und nur 2 weibliche Rollen. In den Chören und anderen Massenrollen kommen keine Frauen vor. Warum nicht? Weil es 2 Männer geschrieben haben? Weil Frauen nur zuschauen sollten? Weil Frauen öffentlich nicht wichtig waren? Weil Frauen keine Macht haben (sollten)? Weil die Weltsicht damals seltsam einseitig männlich war? Weil die Empathie für Menschen allgemein gerade in der Öffentlichkeit (= politisch) nicht zugelassen wurde? Weil selbst-erlerntes Verhalten sich damals gut tradierte? Weil frühe Beeinflussung von weiblichen und männlichen Kindern die bestehenden Strukturen bestätigten? Weil die Neufreudigkeit an weiblichen Ideen fehlte? Weil die fehlende Fantasie keinen Platz im damaligen Leben fand? Weil eine Vernetzung wie im 21. Jahrhundert nicht technisch möglich war? (McLuhen: "the medium is the message") Weil eine beschränkte Sicht "e-motional re-agiert", wenn diese beschränkte Sicht in Frage gestellt wird? Fragen und noch mehr Fragen. Jeder Mensch darf so sein, wie sie oder er ist!


"Popular" von Wicked (mehr Informationen unter: https://en.wikipedia.org/wiki/Popular_(Wicked_song))

 

Der Song "popular" hat mich in der letzten Zeit "ge-catched" und daher hier nun meine Gedanken dazu.

Es sind so viele verschiedene Eben in diesem Song, so dass ich meine Gedanken hier ordnen möchte. Also.

1. der Song heißt "popular" (also "bekannt", "in der Öffentlichkeit" populus = Volk). Der Song findet in der Öffentlichkeit statt und wurde dann auch populär.

2. der Song erklärt im Text wie ein Mensch populär wird

3. die Sängerin weiß im singenden Augenblick, dass sie in der Öffentlichkeit ist .

Hier finde ich, dass die englische Version von der Sängerin her mehr ironische Selbstdistanz zu sich selber hat als die deutsche Aufnahme. Die englische Version wirkt verspielter und liebenswerter als die deutsche Version. Es ist halt so, wie der englische kritische Text es beschreibt. Und die englische Sängerin wirkt in ihrer Rolle sympathischer als die deutsche Sängerin (zumindest in der Aufnahme, die ich gehört habe). Der Text ist total gehässig und sarkastisch, böswillig, "Augen auskratzend", geradezu aggressiv verletzend. Mag die Sängerin das Thema "popular" vielleicht auch nicht? Nur wie kann sie der Öffentlichkeit entgehen?

4. die Musik ist interessant gebaut und vielfältig, geradezu verschwenderisch mit Ideen gespickt. Es ist soviel los, dass es nicht möglich ist, alles beim ersten Hören musikalisch zu verstehen. Die Musik trägt zur Popularität bei. Der Rhythmus und der Harmonie-Rhythmus sind abwechslungsreich und überraschend gestaltet. Das Arrangement unterstützt geschickt die Wirkung.

5. das Thema "popular" in der Öffentlichkeit hat eine Wirkung auf die Öffentlichkeit, da die Öffentlichkeit thematisiert wird und dadurch auf die Öffentlichkeit (zurück)wirkt. Dies trägt auch zur Popularität bei.

6. insgesamt strahlt das ganze Lied eine Ironie und ein schmunzelndes Wissen aus. Dies kommt am Ende des Textes auch zur Sprache.

Alle gucken zu und hören zu und denken sich ihren Teil. Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit!

7. Das Thema "popular" berührt Menschen und daher ist der Song "popular" auch bekannt geworden.

 

Zum Text:

 

"Popular"
GLINDA:
Elphie, now that we're friends (die erste seltsame Annahme!), i've decided (SIE, nicht jemand anderes!) to make (machen! das ist nicht natürlich und echt!)you my new project!(ein Projekt ist zeitlich begrenzt und geplant!)
ELPHABA:
you really don't have to do that... (eine natürliche und verständliche Reaktion)
GALINDA:
i know, that's what makes me (ME! das ist echt selbstverliebt! und gar nicht nett!) so nice!
whenever i see someone less fortunate than i, (in ihrer Sicht weniger "glücklich", "begünstigt","vom Schicksal geliebt")
and let's face it, who isn't less fortunate than i? (sie bestätigt sich selber!)
my tender heart tends to start to bleed. ( ist das glaubwürdig?)
and when someone needs a makeover, (sie weiß ja ganz genau was andere Menschen brauchen!)
i simply have to take over! (ja, sie nimmt das in die Hand!)
i know i know exactly what they need!
and even in your case,
though it's the toughest case i've yet to face, (ja, es ist ein ganz besonders schwieriger Fall (in IHREN Augen!) und sie de-finiert sich auf Grund ihres Machens)
don't worry, i'm determined to succeed!
follow my lead,
and yes indeed,
you
will
be...
POPULAR! you're gonna be popular! (ein Versprechen!)
i'll teach you the propper ploys,
when you talk to boys,
little ways to flirt and flounce, ooh!
i'll show you what shoes to wear!
how to fix your hair!
everthing that really counts to be... (alles gemacht und nicht echt, aufgesetzt, zur Show, und warum? weil sie meint, damit Aufmerksamkeit zu erreichen. Für sich selber und für andere)
POPULAR! i'll help you be popular!
you'll hang with the right cohorts,
you'll be good at sports,
know the slang you've got to know.
so let's start,
'cause you've got an awfully long way to go!
don't be offended by my frank analysis,
think of it as personality dialysis,
now that i've chosen to become a
pal, a sister and advisor,
there's nobody wiser!
not when it comes to...
POPULAR! i know about popular.
and with an assist from me,
to be who you'll be,
instead of dreary who you were... uh, are. (hier wird schon das "la, la" von später vorbereitet)
there's nothing that can stop you,
from becoming popular... lar...
la la, la la!
we're gonna make you pop-u-lar!
when i see depressing creatures,
i remind them on their own behalf
to - think - of
celebrated heads of state,
or specially great communicators!
did they have brains or knowledge?
don't make me laugh!
they were POPULAR!
please! it's all about popular.
it's not about aptitude,
it's the way you're viewed,
so it's very shrewd to be,
very very popular like ME!
why, miss Elphaba, look at you. you're beautiful!
ELPHABA:
i, i have to go...
GALINDA:
you're welcome...
and though you protest,
your disinterest,
i know clandestinly,
you're gonna' grin and bear it!
you're new found popularity!
ah!
la la, la la!
you'll be popular!
just not quite as popular as ME! (und hier sagt sie: natürlich bin ich viel wichtiger als du)
Songwriters: Schwartz Stephen Laurence / Sandford Steve

Kate monster
----------------------------------------------------------------------------------------------------
There's a fine, fine line
Between a lover, and a friend.

There's a fine, fine line
Between reality, and pretend;

And you never know 'til you reach the top
If it was worth the uphill climb.
There's a fine, fine line
Between love,
And a waste of time
There's a fine, fine line
Between a fairy tale, and a lie.
And there's a fine, fine line
Between "you're wonderful" and "goodbye".
I guess if someone doesn't love you back
It isn't such a crime
But there's a fine, fine line
Between love,
And a waste of your time
And I don't have the time to waste on you anymore.
I don't think that you even know what you're looking for.
For my own sanity I've got to close the door
And walk away...
Oh...
There's a fine, fine line
Between together,
And not.
And there's a fine, fine line
Between what you wanted,
And what you got.
You gotta go after the things you want
While you're still in your prime.
There's a fine, fine line
Between love,
And a waste of time.
----------------------------------------------------------------------------------------------------
Songwriter: Jeff Marx / Robert Lopez
Songtext von There's a Fine, Fine Line © Walt Disney Music Company
Kate Monster
---------------------------------------------------
Es gibt eine feine, feine Linie
zwischen einem liebenden Menschen und einem befreundeten Menschen.
There's a fine, fine line
Zwischen Realität und etwas vorzutäuschen;

Und du weißt niemals bis du den Gipfel erreichst
ob es es wert war hoch zu klettern.
There's a fine, fine line
Zwischen Liebe,
Und Zeitverschwendung
There's a fine, fine line
zwischen einem Märchen und einer Lüge.
And there's a fine, fine line
zwischen "you're wonderful" und "goodbye".

Ich vermute es ist kein Verbrechen
wenn jemand dich nicht ebenso liebt
But there's a fine, fine line
Between love,
And a waste of your time
Und ich verschwende nicht mehr die Zeit für dich.
Ich denke du weißt nicht wonach du überhaupt suchst.
Für meine eigene Vernunft habe ich nun die Tür zu schließen
und ich gehe weg ....
Oh...
There's a fine, fine line
zwischen gemeinsam,
und nicht.
And there's a fine, fine line
zwischen dem, was du möchtest,
und was du bekommst.

Hole dir die Dinge, die und haben willst
solange du jung bist.
There's a fine, fine line
Between love,
And a waste of time.
---------------------------------------------------------------------------
Songwriter: Jeff Marx / Robert Lopez
Songtext von There's a Fine, Fine Line © Walt Disney Music Company

Gedanken zu dem obrigen Text: (natürlich ist der Text "gemacht" und ich sage etwas über mich aus, wenn ich etwas über den Text aussage!)

 

der Text sagt sehr menschlich und von einem Menschen (m,w,d) zu einem anderen Menschen (m,w,d):

 

"HALT! STOPP! Da gehst du zu weit! Ich ertrage es nicht mehr."

 

Wichtig ist mMn die Formulierung 

"I guess if someone doesn't love you back It isn't such a crime" (love you back = ebenso liebt).
Außerdem empfinde ich eine tiefe Verletzung in mir, da dieser Text Menschen in einer schwierigen Situation nicht "lassen" kann.
Dem Autor/Autorin muss klar gewesen sein, in welcher Situation ich damals war, als ich die Musik kreierte.
Mein Englisch war damals nicht ausreichend für den Text.
Es ist erschreckend und abscheulich, zu was Menschen fähig sind, da sie entweder
Zeit oder Übermut oder Gewinnabsichten haben.  
Das sind keine gelebten Werte!
Erst "Menschen und Menschlichkeit" und dann andere Dinge!
Dieses Lied schmerzt mich und ich hoffe, dies Lied hat Alex nicht (genauso) verletzt, wie mich.
Die Aussage: "hole dir, was du möchtest, solange du jung bist" teile ich.
Der Schmerz, der damit verbunden ist, sollte aber auch klar sein. Was der ganze "Trennungs-Quark" andauernd sollte, verstehe ich heute auch nicht, so wie damals schon nicht. Positives stärken und nicht Negatives in der Öffentlichkeit aus wälzen. Ganz einfach und hilfreich. Bitte mich nicht mehr verletzen.
Schmerzen sind nicht schön oder gut. Nein!
Schmerzen sind ein Zeichen etwas zu lassen, weg zu gehen.
Warum mussten in den "gierigen 90ern" Menschen die Menschlichkeit mit Füßen treten?
Das verstehe ich bis heute nicht!  WARUM?
Und "the show must go on" ist auch menschenverachtend.
Die "planende Bundeswehr-Denke" und den unreflektierten Bundeswehr-Humor braucht kein Mensch!
Die falsch verstandene Männlichkeit, die durch die Bundeswehr stets in die Gesellschaft getragen wurde,
wird zum Glück weniger, seit es keine Wehr-Pflicht mehr gibt. Weiter so!
Selbst wenn andere Menschen so handeln, bitte lasst Menschen so sein, wie sie sind und verschont uns mit
kruden, verletzenden, unnötigen Ideen.
Das ist kein Zeichen von Stärke, sondern unsensibel, verachtend, hämisch und überflüssig.

 


Gedanken zum Tod von Hannelore Elsner (24.04.2019)

 

Vorne weg: ich bin kein Schauspieler, wollte ich nie sein und habe ich auch nie angestrebt, da in der Öffentlichkeit zu acten mir zB in den 90ern nicht besonders attraktiv vorkam. Und ich um meine visuelle Erscheinung (auch damals schon) wusste und weiß.

 

Als ich Hannelore Elsner das erste Mal als Kind im TV sah, dachte ich: warum guckt die Frau so ernst, erschrocken, ja geradezu ängstlich? Später lernte ich, dass nach Paul Watzlawick es möglich ist, durch Körperbewegungen Gefühle im Körper auszulösen, so, wie auch Gefühle im Körper Bewegungen beeinflussen. Eigentlich ganz einfach und natürlich.

 

Hannelore Elsner hieß Hannelore, wie Hannelore Kohl oder Hannelore Schmidt (genannt "Loki"). Ob der Vorname für ihre Karriere hilfreich war, weiß ich nicht. Vielleicht haben ja "mächtige Menschen" ein kleines Mitspracherecht. Wer weiß.

 

Ich denke, dass Hannelore Elsner als Kind traumatische Erlebnisse hatte, die sich in ihrem Gesicht später ablesen ließen. Und selbst wenn sie innerlich quietsch fidel und fröhlich war, war sie im Stande uns dies nicht zu zeigen. Eine echte schauspielerische Leistung!

 

Mir fällt noch der Regisseur Fassbinder ein, der sie wohl entdeckte. Fassbinder war ja nicht gerade für fröhliche, lebensfrohe, positive, die Zuschauer glücklich machende, das Positive stärkende und über sich selbst hinaus denkende Theater und entsprechende Filmproduktionen bekannt. Die USA und Hollywood waren da wohl einen Schritt weiter.

 

Ähnlich wie Sylvester Stallone, der an einer (halbseitigen) fazialisparese litt (eine ideale Voraussetzung, um ein feinsinniger mimen-reicher Schauspieler zu sein, wie wir alle in den vor falsch verstandener Männlichkeit strotzenden (typische Kaltekriegfilmen) Meisterweken "Rocky" und "Rambo" bewundern durften), spielte Hannelore Elsner ihrem Gesichtsausdruck entsprechend viele Rollen, die ich nicht gesehen habe, da ich stets umgeschaltet habe (zu Zeiten, als ich noch relativ regelmäßig TV guckte!).

Nach Aussagen von Bekannten sollte auch Till Schweiger seinen Nachnamen ernster nehmen. Aussehen und Stimme sind halt zwei verschiedene Dinge. Und im 21. Jahrhundert ist das Aussehen ja zunehmend wichtiger geworden.

Es gilt leider:

Form über Inhalt und nicht:

Inhalt und Form in Balance (zumindest bei den Öffentlichkeitsmachern. Wir Menschen, die zuschauen, denken da doch selbstständig und komplexer als die Öffentlichkeitsmacher!)

 

Das sprichwörtliche "Hannelore Elsner Grinsen" wird uns noch lange begleiten und uns an diese große, tolle Schauspielerin, die nicht von Produzenten und Filmmachern vergessen wurde (sie hatte einen Sohn mit Herrn Dieter Wedel! Ein Schelm, der böses dabei denkt.) erinnern.

 

Eben las ich auf Wikipedia über Todesfälle von ihrem Bruder und ihrem ersten Ehemann. Schauspieler haben die Möglichkeit eine Schau zu spielen. Dies zieht besondere menschliche Charaktere an, die dies mögen. Menschen sind frei und selbstbestimmt. Und Menschen charakterisieren sich durch das, was sie tun und lassen und was sie schreiben und in der Öffentlichkeit machen. Dies gilt natürlich auch für mich. 

 

Übrigens sterben täglich viele tausende, ja hundert tausende Menschen. Warum Hannelore Elsner jetzt auf allen Titelblättern ist, sagt auch etwas über unsere Medienlandschaft aus. Auch Medienmenschen sind frei und selbstbestimmt. 

 

RIP Hannelore Elsner.


Heute (Fr. 10.05.2019) habe ich an dem Seminar "fridays for future" an der Uni Koblenz in Metternich teilgenommen. Dieses Seminar befasst sich mit "Umwelt-Ethik".
Nach dem Seminar hatten wir noch eine Diskussion über die Begriffe "Moral" und "Ethik".
Nach dieser Diskussion entstand folgendes Gedicht:


"Meide total die Moral!"

Du bist gut und frei durch dein Denken und Tun
da du achtsam reflektierst, kannst du freudig ruh'n
du darfst in das Leben geh'n
und alles nachhaltig versteh'n
wenn deine Ethik ist klar
und stets nachvollziehbar

Es ist ganz leicht
denn die Einsicht reicht
das, was krude und seicht
durch die Ethik weicht

Die Moral ist ein Tier
das wir nicht brauchen hier
es klingt radikal und fast banal
doch:
Meide total die Moral!

Und bist du gepeinigt, auch emotional
dann nicht durch die Ethik, nein! durch die Moral
die Ethik hilft und ist ganz leicht
unterstützt reflektiert, denn die Einsicht reicht
es verschwindet alles, was krude und seicht
auch religiöse Pein durch die Ethik weicht

Und geht es im Leben bergauf und bergab
dein Weg hat mal einen Berg und mal ein Tal
die Ethik bringt dich wieder auf Trapp
reflektiert und frei, fröhlich OHNE Moral

Ethik macht Mut, Ethik ist normal
und befreit von der
emotionalen Qual-Moral